Film über Choreograph Jérôme Bel: Was ist, wie geht und was soll Tanzen?

Eine Frau zieht sich die Haut vom Leib. Nackt und fahl ausgeleuchtet steht sie in tiefschwarzer Dunkelheit. Sie tastet sich den Bauch entlang, zieht die Haut von den Rippen, gräbt ihre Hände tief hinein in ihr Fleisch. Ratlos und traurig wirkt die längst ikonografisch gewordene Szene aus Jérôme Bels 1995 entstandenem Stück „Jérôme Bel“. Mit ihr lässt der französische Choreograf jetzt seinen Film „Retrospective“ beginnen. Eine Rückschau auf sein Werk, die heute im HAU uraufgeführt wird. „Retrospective“, so erklärt Bel selbst in einem kurzen Prolog, zeige das, was ihn aus heutiger Perspektive an seinem eigenen Werk interessiert. Sechs aus seinem ...

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